Volksbank: Bestes Jahr seit Bestehen

(sh:z/Holsteinischer Courier/Text und Bild: Rolf Ziehm vom 08.06.2011)

Genossenschaftsbank glänzte in allen Geschäftsbereichen mit Rekordzahlen / Rund 19 400 Mitglieder erhalten eine Dividende von 6,5 Prozent

„Wir bewegen uns in der Champions League“, verkündete Volksbank-Vorstand Matthias Lau gestern in der Stadthalle den 130 Mitgliedern der Vertreterversammlung. Er hatte allen Grund für Superlative: Die Volksbank glänzte 2010 mit dem besten Jahr in ihrer 108-jährigen Geschichte. „Wir sind in allen Segmenten besser geworden“, sagte Lau und zählte die Volks- und Raiffeisenbanken neben den Sparkassen zu den Gewinnern der Finanzkrise. Die knapp 19 400 Genossenschaftsmitglieder dürfen sich wie im Vorjahr über eine stattliche Dividende von 6,5 Prozent freuen, die in den nächsten Tagen ausgezahlt wird. Und es werden monatlich zurzeit rund 100 Mitglieder mehr. „In diesem Sommer könnte die Schallmauer von 20 000 fallen“, sagte Laus Vorstandskollege Rolf Wagner. Lau nannte zwei weitere Schwellenwerte: Die Volksbank steht mit einer Bilanzsumme von 953 Millionen Euro an der Grenze zur Milliarden-Bank. Das wirtschaftliche Eigenkapital inklusive der stillen Reserven steht nach einem satten Plus vor dem Überspringen der 100-Millionen-Euro-Marke. Der Jahresüberschuss stieg um 1,1 Millionen Euro oder 25 Prozent auf 5,5 Millionen Euro –ebenfalls ein neuer Rekord. Dass das Eigenkapital stärker wuchs als das ebenfalls stark gestiegene Kreditvolumen, nannte Lau „eine gesunde Entwicklung.“ Das außerordentliche Ergebnis profitierte von einer positiven Entwicklung der bankeigenen Wertpapiere und der deutlich zurückgefahrenen Risikovorsorge. Die Bonität der zur Hälfte auf private und gewerbliche Finanzierungen verteilten Kredite sei ausgezeichnet. Im laufenden Jahr konnte die Volksbank beim Kreditwachstum bereits nochmals um 23 Millionen Euro zulegen. „Die Dynamik hält an“, so Wagner. Dieser Erfolg bringe Spaß, sei aber sicher nicht jedes Jahr zu wiederholen, sagte Lau. Zu ihrer Leistungsbilanz zählt die Volksbank auch die 16 Millionen Euro, die sie als Arbeitgeber, Steuerzahler, Auftraggeber für das hiesige Handwerk und Sponsor für die Region bereit stelle. Lau: „Wer viel verdient, soll auch Gewerbesteuern zahlen.“ Bei ihrem Neubau ist die Volksbank in der Spur. Am 1. September soll der erste Bauabschnitt bezogen werden, danach das Köster-Haus abgerissen werden und die zweite Ausbaustufe starten. Im März 2012 ist die Einweihung geplant. Auf der Agenda standen auch Wahlen für den Aufsichtsrat. Hier standen die Vorsitzende Jutta Meyer sowie Detlef Beckmann und Johannes Tietgen zur Wahl und wurden für drei weitere Jahre bestätigt. Noch kein Thema war dagegen gestern die Nachfolge für den zum Jahresende ausscheidenden Vorstand Rolf Wagner. Die Personalie ist noch nicht entschieden.

 

(sh:z/Holsteinischer Courier/Text und Bild: Rolf Ziehm vom 08.06.2011)