Volksbank: Fast freier Blick auf die historische Fassade

sh:z/Holsteinischer Courier/Text und Bild: Jens Bluhm vom 12.07.2011

Bank rüstet sich zum Schlussspurt beim Erweiterungsbau 

 

Aufmerksamen Neumünsteranern dürfte es 

nicht entgangensein: Seit ein paar Tagen 

liegt die imposante Backsteinfassade des 

historischen Köster-Hauses am Großflecken 

wieder frei. Bauarbeiter haben die Bretter-

verkleidung demontiert, hinter der jetzt die 

Arkadenbögen im neuen Glanz strahlen – 

und den Großflecken um ein eindrucksvolles 

Bild bereichern.

  

Das freut vor allem die Volksbank, die seit fast zwei Jahren direkt 

hinter der historischen Wand den acht Millionen Euro teuren Um- 

und Erweiterungsbau ihrer Zentrale vorantreibt – und jetzt

zum Schlussspurt ansetzt: Voraussichtlich im ersten Quartal 2012 

soll die neue Zentrale mit rund 2500 Quadratmetern Bürofläche 

auf vier Ebenen fertig sein. 

 

Derzeit werden vor dem Gebäude die Kanalanschlüsse verlegt. 

Besonders die Autofahrer müssen sich daher in den kommenden 

14 Tagen in Geduld üben. Bis zum 23. Juli wird auf dem Großflecken

an der Einmündung Plöner Straße jeweils eine Fahrspur gesperrt. 

In dieser Woche ist es die Linksabbiegespur, in der nächsten 

Woche die Geradeausspur. Auch für Fußgänger und Radler wird

es noch einmal eng. „Wir haben uns entschlossen, die Absenkung 

des Bürgersteigs gleich mit zu erledigen“, sagt Rolf Reimer, Leiter 

der Organisation und Verwaltung der Volksbank, über die 

Sperrungen. Hintergrund: Weil der Großflecken am Köster-Haus 

leicht ansteigt, die Volksbank aber wegen des späteren 

Durchbruchs zu ihrem Gebäude nebenan ein Niveau haben möchte,

muss das Niveau vor der Tür angeglichen werden. 

 

Voraussichtlich im September soll der Neubau hinter der Köster-

Fassade bezugsfertig sein. Dann werden rund 50 Volksbank 

Mitarbeiter inklusive des kompletten Kundencenters schon mal

vorübergehend in den Neubau umziehen. Das schafft Platz, um 

die Kundenhalle und das Geschoss darüber zu renovieren

– 28 Jahre nach dem Bau. Nach rund fünf Monaten, also im 

Februar/März des kommenden Jahres, geht es dann zurück in die 

alte, aber dann komplett modernisierte Kundenhalle. 

Erst danach soll der Neubau komplett bezogen werden: Die 

Volksbank will am Großflecken mehrere Arbeitsbereiche

konzentrieren und deshalb rund 40 Mitarbeiter, die derzeit noch in 

anderen Standorten tätig sind, in der Zentrale beschäftigen. Der 

Personalbestand am Großflecken klettert damit auf rund 150 Kräfte.

Für die Kunden ändert sich durch die Umstrukturierung aber nichts. 

Am bestehenden Filialnetz wird nicht gefeilt, heißt es im Hause.

 

(sh:z/Holsteinischer Courier/Text und Bild: Jens Bluhm vom 12.07.2011)