VR Bank sieht die Nähe als Stärke

(Kieler Nachrichten/Text und Bild: Jörn Lühn vom 11. November 2011)

Kirsten Bruhn und Ronald Büssow referierten 

über ihre individuellen Antriebsmotive im 

Rahmen der VR-Bank-Kampagne.

Es war mehr als ein Erfahrungsaustausch nach Feierabend. 

Motivations-Strategien genießen in Wirtschaft und Gesellschaft 

immer mehr Beachtung. Abgeleitet vom lateinischen motivare

suchen Firmen nach der Möglichkeit, Mitarbeiter „von innen 

herauszubewegen.“ Die VR Bank Neumünster hatte jetzt 

Mitglieder aus dem Marketing-Club des Landes – einem 

regionalen Berufsverband – in das hauseigene Casino eingeladen 

und stellte die Kampagne „Jeder Mensch hat etwas, das ihn 

antreibt“, vor. 

 

Am Beispiel der querschnittgelähmten Schwimmerin Kirsten Bruhn 

durchleuchtete der Bordesholmer Personal- und Unternehmens-

entwickler Ronald Büssow deren individuelles Persönlichkeitsprofil.

Er bediente sich dabei der Fragevorgabe des Psychologen 

Dr. Steven Reiss. Die neunfache Medaillengewinnerin der 

Paralympics von Athen 2004 und Peking 2008 konnte in dem 

Katalog zwischen „völlig falsch“ bis „stimmt völlig“ wählen. Die

42-Jährige gab darüber hinaus zu, liebevoll, aber auch streng 

erzogen worden zu sein. Das bestätigte den Drang nach 

Anerkennung. Jedoch steht die Nahrungsaufnahme bei der 

Athletin mit „minus zwei“ ganz unten auf der Skala. „Das ist nicht 

ideal für einen Leistungssportler“, gab Bruhn zu. Die körperliche

Aktivität ist hingegen mit plus 1,7 sehr hoch bewertet.

Bei 25 Trainingsstunden in der Woche, viele mit Vater Manfred, 

sicher kein Wunder. Insgesamt gibt es nach Reiss 16 

Lebensmotive. Büssow erkannte bei Bruhn „ein Profil mit Ecken 

und Kanten“. Ziel der Bewertung sei es, fehlende Prozent- 

pünktchen für eine erfolgreiche Paralympics-Teilnahme in London 

2012 herauszukitzeln.

Beim Vergleich des Profils Bruhns mit den Profilen der Führungs-

kräfte im Geldinstitut sowie der Kampagne stellte VR-Bank-

Prokurist Dirk Dejewski fest: „Unsere Bank hat bisher sehr viel 

Rückenwind erfahren.“ Besonders die kleinen Filmbeiträge mit

Personen aus der lokalen Wirtschaft und des Sports zogen die 

Hörer in den Bann. „Wir haben hier bewusst auf professionelle 

Schauspieler verzichtet“, sagte Marketingassistentin Anna 

Wiatrok.

Die Nähe als Stärke! Bei Kirsten und Vater Manfred ging das 

Konzept bisher auf.

 

(Kieler Nachrichten/Text und Bild: Jörn Lühn vom 11. November 2011)