Hilfe für Menschen in Notlagen

sh:z/Holsteiner Courier vom 9. Dezember 2011, Text und Foto: Gabriele Vaquette

Volksbank spendete 20000 Euro an acht Vereine, die sich um psychisch Erkrankte und von Handicaps Betroffene kümmern.

Acht dicke Geldsäcke wurden gestern von Matthias Lau und

Rolf Wagner vom Vorstand der Volksbank an die Vertreter 

von acht Einrichtungen symbolisch überreicht. „Wir wollen 

den Leuten zur Seite stehen, für die nicht immer die Sonne 

scheint“, betonte Lau. 

Statt Weihnachtspräsente für Kunden beschenkte das 

Geldinstitut mit insgesamt 20000 Euro Vereine, die sich 

meist ehrenamtlich um sozial Schwache, psychisch Erkrankte, 

an Krankheitsfolgen Leidende und sozial Benachteiligte 

kümmern.

Alle bedankten sich aufs Herzlichste, stellten ihren Verein vor

und berichteten, wie die Spenden verwendet werden.

„Kinder sind die nächste Generation“, erklärte Lau. 

Denn drei Einrichtungen kümmern sich um die Jüngsten. Die

Fröbelschule Neumünster will mit Psychomotorik und 

Bewegungsprojekten dafür sorgen, dass ihre 110 geistig und

körperlich behindertenSchüler ihreKoordinationverbessern,

Kraft entwickeln und noch besser sozial integriert werden.

Die 1996 gegründete Stiftung Kinderherz Trappenkamp steht 

kleinen Patienten und ihren Angehörigen zur Seite, hat mit 

den Landesforsteneinen Kinderherzwald ins Leben gerufen, 

plant einen zweitenWald und unterstützt die Kinderherzspule, 

ein neues Untersuchungsinstrument.

Die Lindenschule Bordesholm möchte mit einem Kunstund

Sportprojekt ihren Schulhof bunter und bewegungsfreundlich 

gestalten. Um Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt

kümmert sich der Notruf Neumünster. Bis zu 1800 Beratungen

finden pro Jahr statt, wichtigstes Thema ist sexueller Missbrauch, 

es gehe um Folgen wie Traumatisierung, Schlafstörungen

und Ängste, berichtete Gudrun Seehawer: „Gewalt ist eine 

Grenzverletzung, ein Einbruch in innere Räume.“

Die Spende fließt in den Krisen-Notdienst am Wochenende. 

Not verhindern, ehe sie geschieht, ist das Ziel der Aktion 

„Menschen in Not“ aus Bad Segeberg. 

„Wirwollen Leben anschieben“, erklärte Heide Tromnau. 

Ob das Fahrgeld für eine Beerdigung, das Verhindern einer 

Räumungsklage oder Öl für die Heizung einer 60-Jährigen – 

der Verein hilft auch mit kleinen Beträgen, wenn Menschen 

am Rande der Gesellschaft etwas fehlt. 

Eine Spende erhielt auch die Brücke Neumünster, die 

psychiatrisch Erkrankten und ihren Angehörigen Hilfe, Struktur

und viele kreative und Bildungs-Angebote macht und ihre 

Isolation aufbricht.

Um abhängige Menschen nach der Therapie sorgt der 

Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe Hohenwestedt,

der Seminare finanzieren will. Um den Verlust des 

Sprachvermögens als Folge von Schlaganfällen und Tumoren 

kümmert sich der Verein der Aphasiker aus Bad Segeberg. 

Er klärt über die Krankheit auf, sucht Therapieplätze, hilft 

Betroffenen und Angehörigen und organisiert Ausflüge und 

Treffen. G. Vaquette

 

sh:z/Holsteiner Courier vom 9. Dezember 2011, Text und Foto: Gabriele Vaquette