Auskunft – Der Courier-Fragebogen (86)

(sh:z/Holsteinischer Courier, 30.03.2012, Text/Foto: Thorsten Geil)

Dr. Rainer Bouss (46) ist seit Jahresanfang Vorstands-

mitglied bei der Volksbank. Er stammt aus Sonsbeck am 

Niederrhein und wechselte jetzt aus Dormagen nach 

Neumünster. Er ist gelernter Bankkaufmann und studierter 

Volks- und Betriebswirt. Seine Frau Andrea und er sind 

Eltern von drei Kindern. Simon ist gehandicapt zur Welt

gekommen und dreijährig verstorben. Jonah (4) und 

Mirjam (2) leben bei den Eltern in Aukrug. Aus erster Ehe hat Bouss drei Kinder.

Vorlieben 

Welches ist Ihr Lieblingsbuch? Ich bin Fan von Erich

Fromm. Meine Lieblingsbücher sind „Haben oder Sein“ und

„Die Kunst des Liebens“. 

 

Was lesen Sie gerade? „Die Hütte – Ein Wochenende mit

Gott“ von William Paul Young. Ich bin natürlich Courier-

Leser, lese aber auch gerne den Sportteil der FAZ. 

 

Ihre Stammkneipe in Neumünster? Eine besondere

Beziehung habe ich zum Stadthallen-Restaurant und zum

Kiek In! 

 

Welche Musik hören Sie am liebsten? Guus Meewis höre

ich sehr gerne („Brabant“, „Het ist een Nacht“, „Ik wel met

je lachen“). Damit verbinde ich sehr schöne Erinnerungen. 

 

Welcher ist Ihr Lieblingsfilm? Ich gucke nur sehr selten

Fernsehen. Aber die „Waltons“ finde ich klasse. 

 

Welches Instrument spielen Sie? Das „Marschbeckenspiel“

könnte ich noch erlernen. 

 

Ihr Lieblingsplatz in Neumünster? Ich habe das große

Glück, in einem schönen Büro arbeiten zu dürfen. Von dort

schaue ich direkt auf die herrliche Vicelinkirche. Für mich

als Katholik ist die St.-Vicelin-Kirche auch ein besonderer

Ort. 

 

Wohin haben Sie zuletzt etwas gespendet? An die Aktion

Lichtblicke e.V. 

 

Ich 

Was wollten Sie als Kind werden? Entdecker, Forscher. 

 

Welches ist Ihr größtes Laster? Ich möchte zu viel auf

einmal und überfordere dann andere. 

 

In welcher Epoche möchten Sie leben? Ab und an möchte

ich einzelne schöne Momente festhalten. Ansonsten bin ich

mit dem Hier und Jetzt sehr zufrieden.

 

Wie sollte ein Mann sein? Männer und Frauen sollten ihre

Mitmenschen mögen, sie sollten Freude am Leben haben

und Dankbarkeit zeigen. 

 

Wie sollte eine Frau sein? Siehe oben. 

 

Wie alt wollen Sie werden? Das ist ein Geheimnis zwischen

dem lieben Gott und mir. 

 

Liebe und Hass 

Was lieben Sie am meisten? Toll finde ich, wenn Menschen

Beziehungen zu anderen aufbauen und pflegen können.

Ich liebe ein gutes Gespräch und den Austausch neuer,

spannender und heiterer Gedanken. 

 

Was hassen Sie am meisten? Destruktivität und Nörgelei. 

 

Worauf sind Sie stolz? Auf meine Familie bin ich sehr stolz.

Stolz macht mich auch, dass ich mit netten Menschen –

allen voran Matthias Lau – zusammenarbeiten darf. 

 

Was nervt Sie an Neumünster? Neumünster ist so eine

tolle Stadt. Für Vandalismus und Kriminalität habe ich

absolut kein Verständnis. 

 

Wer war der Schwarm Ihrer Jugend? Jutta hieß sie. Das ist

30 Jahre her. Der Kontakt ist nie ganz abgebrochen. 

 

Wofür haben Sie sich zuletzt entschuldigt? In Gedanken

habe ich meinem Kollegen Dirk Dejewski für Kunden

gedachte Kekse weggegessen. 

 

Oder

Tee oder Kaffee? Morgens Kaffee mit Milch, mittags Tee,

bei besonderen Anlässen: Cappuccino oder Latte

Macchiato. 

 

Bier oder Wein? Ein kühles Pils mit netten Leuten unter

freiem Himmel. 

 

Sekt oder Selters? Zu einem Glas Sekt sage ich nicht nein. 

 

Pommes rot oder weiß? Pommes am liebsten mit

Schaschlik-Soße. 

 

Kombi oder Cabrio? Kombi. 

 

„Spiegel“ oder „Focus“? Spiegel. 

 

Nord- oder Ostsee? Nordsee. 

 

Einfelder See oder Tierpark? Ich bin so frei und favorisiere

beides. 

 

Hund oder Katze? Hund. 

 

Sonst noch was?

Der Wechsel nach Schleswig-Holstein war ein Stück weit

der Neurodermitis-Erkrankung meiner Tochter Mirjam

geschuldet, denn der Chemiestandort Dormagen ist kein

Luftkurort. Drei Monate nach unserem Umzug kann ich

sagen: Unsere Erwartungen sind übererfüllt. Schleswig-

Holstein ist schön. Unsere neuen Nachbarn haben uns sehr

herzlich in ihre Gemeinschaft aufgenommen. Das Gleiche

kann ich über meine neuen Kollegen sagen, die keine

Mühen scheuen, mich einzubinden. Die Gespräche mit

Kunden machen mir viel Freude. Dafür herzlichen Dank.

 

(sh:z/Holsteinischer Courier, 30.03.2012, Text/Foto: Thorsten Geil)