Volksbank: Bestes Geschäftsjahr und Rekord-Dividende

Die Volksbank hat 2012 noch einmal deutlich Marktanteile hinzugewonnen und feiert das beste Geschäftsjahr seit der Gründung der Bank vor 110 Jahren. Das dürfte auch die knapp 20800 Genossenschaftsmitglieder freuen, denn die Vertreterversammlung beschloss gestern in der Stadthalle eine Erhöhung der Dividende von 6,5 auf 7 Prozent. Insgesamt schüttet die Volksbank in den nächsten Tagen etwa eine Million Euro an die Mitglieder aus.

Zwischen 1992 und 1994 gab es schon einmal solche Rekord-Dividende, doch da waren am Rentenmarkt noch Renditen von 6 Prozent möglich. „Heute liegt die Umlaufrendite bei knapp über einem Prozent“, sagte Vorstand Matthias Lau, der mit seinem Vorstandskollegen Dr. Rainer Bouss die Bilanz erläuterte.

Bei fast allen Kennzahlen legte die Volksbank 2012 zu:

Bilanzsumme: 1063 Millionen Euro (+41 Millionen Euro).

Kundeneinlagen: 690 Millionen Euro (+ 10 Millionen Euro).

Kundenkredite: 744 Millionen Euro (+43 Millionen Euro).

Eigenkapital: 119,6 Millionen Euro (+12,6 Millionen Euro).

Jahresüberschuss: 5,7 Millionen Euro (+ 200000 Euro).

Kunden: 52 000 (+400).

Mit einer von 10,8 auf 12,4 Prozent verbesserten Kernkapitalquote ist die Volksbank laut Lau „über jeden Zweifel erhaben und für die Kreditversorgung der Region ausreichend gerüstet“. Es gab hier 2012 keine nennenswerten Ausfälle. Auch die Entwicklung der bankeigenen Wertpapiere sorgten für einen „wesentlichen Ertragssprung“, sagte Lau.

Dass die Margen bei dem aktuell sehr niedrigen Zinsniveau tendenziell dünner werden, merkt allerdings auch die Volksbank. Lau: „Das organische Ergebnis blieb auf Vorjahresniveau, aber das ist schon ein Erfolg in der derzeitigen Situation.“

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Ute Thienel, Frank Brockmann und Helmut Zachow für drei weitere Jahre wiedergewählt.

 (sh:z/Holsteinischer Courier, 05.06.2013, Text: Rolf Ziehm)