Spenden statt Geschenke

Volksbank verzichtet auf Präsente für seine Kunden und bedenkt acht soziale Einrichtungen mit je 2500 Euro

Eine gute Tradition wird fortgesetzt: Die Volksbank Neumünster verzichtet auf aufwendige Weihnachtspräsente für ihre Kunden. Stattdessen wird die eingesparte Summe von 20 000 Euro für den guten Zweck ausgeschüttet: Acht Vereine und Einrichtungen dürfen sich über eine Zuwendung von je 2500 Euro freuen. „Die Volksbank hatte ein tolles Jahr. Wir haben erfolgreich gearbeitet und viel erreicht. Daran wollen wir die Region, von der wir ja auch leben, teilhaben lassen. Die Unterstützung von Menschen in Not ist uns wichtig“ erklärte dazu das Vorstandmitglied Matthias Lau.

Im Einzelnen gingen die Gelder zum Beispiel an die Kindertagesstätte Vicelin. Diese wird nun in ihrem Außenbereich eine neue Hütte für die Draußen-Spielsachen bauen können. „Wenn es warm wird, geht es los“, freute sich die Leiterin Kathrin Westphal sichtlich.

An der Mühlenhofschule soll mit der Spende das Sozialtraining der Kinder in Zusammenarbeit mit einem externen Trainer ausgebaut werden. Der Jugendförderkreis des Kreisfußballverbandes wird das Geld in seine integrative Arbeit stecken; der Verein für ehrenamtliche Tätigkeit will seine Angebote zur Unterstützung von psychisch kranken Menschen ausbauen.

Im Hospizverein Hohenwestedt werden die 2500 Euro für die ambulante Sterbebegleitung eingesetzt. Ebenso kann natürlich auch der Verein Hilfspunkt aus der Böcklersiedlung die Zuwendung gut brauchen. Und auch das Segeberger Spendenparlament wird immer wieder mit akuten Bedarfsfällen konfrontiert, in denen eine Soforthilfe von Nöten ist.

An der Hans-Brüggemann-Schule in Bordesholm soll dagegen jetzt ein Schulgarten entstehen, der auffälligen Schülern aus den unteren Jahrgängen die Möglichkeit gibt, positive Erfahrungen zu machen. „Und weil wir jetzt das Geld haben, wird der Garten sogar so groß werden, dass wir ihn auch in den normalen Unterricht mit einbeziehen können“, erläuterte Schulleiter Markus Salman bei der Spendenübergabe.

„Das Geld ist bei jeder dieser Einrichtungen sehr gut angelegt. Die Spende soll jedoch auch den Respekt und die Anerkennung zeigen, die wir den Ehrenamtlichen und ihren Engagement entgegenbringen“, sagte Matthias Lau.

sh:z Holsteinischer Courier, 14.12.2013
Text: Sabine Voiges, Foto: Sabine Voiges