VR Bank macht 2013 gute Geschäfte und zahlt satte 7 Prozent Dividende

Eine gute Bilanz, aber kein Rekordjahr - Vorstand bedauert Imageverluste mancher Banken

VR-Vorstand Matthias Lau: „Menschen verbinden mit Banken im Allgemeinen leider nicht mehr in erster Linie Vertrauen.“

Die VR Bank Neumünster feierte 2013 eines der besten Geschäftsjahre seit ihrer Gründung vor 111 Jahren. Ihr Gebiet erstreckt sich auch über weite Teile des Kreises Segeberg. Das Jahr 2014 läuft bislang ähnlich gut.

„Es war wieder ein gutes Geschäftsjahr, aber kein Rekordjahr“, sagte Vorstandsmitglied Matthias Lau gestern während der Bilanzpressekonferenz.
„Uns ist es erneut gelungen, im abgelaufenen Geschäftsjahr Marktanteile zu gewinnen.“
Das dürfte die rund 21500 Genossenschaftsmitglieder freuen. Der Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank gestern Abend (nach Redaktionsschluss) wurde vorgeschlagen, wie im Vorjahr eine Dividende von 7 Prozent auf die Anteile auszuschütten.
Insgesamt wird die VR Bank in den kommenden Tagen damit rund 900000 Euro auszahlen. Denn in der Regel folgt die Versammlung den Beschlussvorschlägen.
Vor allem im Kreditgeschäft mit Unternehmen und Privathaushalten hat die Bank im vergangenen Jahr erneut zulegen können. Der Kreditbestand stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 um 40 Millionen Euro auf 806 Millionen Euro. „Unternehmen und Privatpersonen haben sich vermehrt für eine deutliche Ausweitung ihrer Geschäftsbeziehungen zu unserem Haus entschieden“, nennt Vorstand Dr. Rainer Bouss als Gründe.
Auch bei den anderen Kennzahlen legte die VR Bank deutlich zu, bei Einlagen und Krediten etwa um rund 5 Prozent. Vor allem das Wachstum bei den Darlehen erfüllte Vorstand Matthias Lau mit „Stolz“.
Das Eigenkapital konnte um 10 Millionen Euro auf 130 Millionen Euro aufgestockt werden. Damit erfülle die Bank problemlos die Mindestanforderungen nach den internationalen Bankvorschriften („Basel III“), meinten die beiden Vorstandsmitglieder Lau und Bouss.
Der Jahresüberschuss 2013 betrug 6 Millionen Euro. Den Erfolg führt Lau auch auf „solides und besonnenes Handeln“ der VR Bank zurück.
„Mit genossenschaftlichen Werten wie Sicherheit, Glaubwürdigkeit und Transparenz überzeugen wir in Zeiten, in denen Menschen mit Banken im Allgemeinen leider nicht mehr in erster Linie Vertrauen verbinden.“
Größere Investitionen sind von der VR Bank in diesem Jahr im Kreis Segeberg nicht geplant.
Bereits abgeschlossen sind der Umbau der Filiale Wahlstedt und die Modernisierung der Filiale Großenaspe, teilte Prokurist Dirk Dejewski mit. Die Hälfte der 20 Zweigstellen liegt im Kreis Segeberg.
Im Aufsichtsrat gab es einen Wechsel: Johannes Tietgen (Neumünster) schied altersbedingt nach 21 Jahren aus.
Als Nachfolger sollte durch die Wahlen am Abend Matthias Hauschildt, Diplom-Bauingenieur aus Groß Kummerfeld, neu in den Aufsichtsrat aufrücken.
Aufsichtsratsvorsitzende Jutta Meyer (Neumünster) und Detlef Beckmann (Arpsdorf) waren der Vertreterversammlung zur Wiederwahl vorgeschlagen.

(Segeberger Zeitung vom 04.06.2014)