Erst strahlten die Augen, dann leuchtete die Stadt

In Bad Segeberg durften die Kinder wieder den Weihnachtsmann wecken

Wenn der Weihnachtsmann im Korb der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg über den Köpfen der Leute schwebt, kommt nicht nur bei den Kindern festliche Stimmung auf.

„Weihnachtsmann, aaaufsteeehen“, tönte es am Sonnabend wieder aus vielen Hundert Kinderkehlen. Die Mädchen und Jungen waren am Nachmittag mit ihren Eltern, Großeltern, Tanten
und anderen Verwandten in die Bad Segeberger Innenstadt gezogen, um auf dem Platz vor der
Volksbank lautstark den Weihnachtsmann zu wecken, damit der sich in den nächsten Wochen in
aller Ruhe auf seinen großen Auftritt am Heiligabend vorbereiten kann.

Drei Mal mussten Jung und Alt rufen, bis sich der alte Herr mit weißem Rauschebart in seinem roten Gewand auf  dem Balkon der VR Bank Neumünster zeigte und zusammen mit seinen Wichteln huldvoll der Menschenschar zuwinkte.
Nur seine große Mütze hatte er schlaftrunken angeblich vergessen. Doch die wurde ihm flugs nachgereicht, denn auf den nun vollständig ausstaffierten Weihnachtsmann wartete schon die erste große Aufgabe: Er durfte die Lichterketten in der Innenstadt zum Leuchten bringen!
Dafür räumte Journalist und Gitarrist Detlef Dreessen, der zuvor gemeinsam mit den Kindern bekannte Weihnachtslieder gesungen hatte, den Platz im Korb der Feuerwehrdrehleiter für Moderator Uwe „Vossi“ Voss. Dann ging es wieder 25 Meter in die Höhe. Vossi und der
Weihnachtsmann drehten einige Runden über der staunenden Menschenmenge, bis der Mann im roten Mantel wieder verschwand – bis zum 24. Dezember.
Eine, die dem Spektakel schon Tage vorher entgegen gefiebert hatte, war Lejla Jahibasic aus Tensfeld. „Ich bin schon das dritte Mal mit dabei, und es ist immer wieder schön“, sagte die  Sechsjährige.
Eine Premiere war das Weihnachtsmann-Wecken hingegen für Benjamin Reisner (3) aus Bad Segeberg. „Das war echt klasse. Für meinen Sohn war es das Größte, zwischen so vielen
anderen Kindern den Weihnachtsmann einmal leibhaftig vor sich zu sehen“, schwärmte seine Mutter Lucie Reisner von der gelungenen Veranstaltung, die die VR Bank gemeinsam mit dem nord
express und der Segeberger Zeitung - unterstützt von zahlreichen Sponsoren und der Feuerwehr - auf die Beine gestellt hatte.
Danach versuchten am Zeitungsstand Jungen und Mädchen in großer Zahl, beim Glücksraddrehen einen Preis zu ergattern oder ließen sich Kinderpunsch schmecken. „Echt lecker“, meinte Pia
Manthey aus Rehhorst (bei Zarpen). Viele Familien pilgerten anschließend noch durch das nun schön weihnachtlich beleuchtete Bullerbü-Dorf mit seinen rund 50 fein dekorierten Hütten in der Hamburger Straße.

(Segeberger Zeitung vom 01.12.2014 / Stephan Worlitz)