Unterstützung für die „Nummer gegen Kummer“

Die Volksbanker Christian Mehrens (links) und Anna Wiatrok übergaben den Spendenscheck an den Kinderschutzbund-Geschäftsführer Till Pfaff und das Maskottchen, den Blauen Elefanten.

Der Kinderschutzbund darf sich über einen Spendenscheck der Volksbank über 1000 Euro für das Kinder- und Jugendtelefon freuen. Das Geld stammt aus einer Sammlung beim Landwirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken im Februar in den Holstenhallen. Das Geld und noch einige Spielgeräte übergaben gestern der neue Volksbank-Prokurist Christian Mehrens und Anna Wiatrok von der Marketingabteilung.

Beim Kinderschutzbund an der Plöner Straße kann man das Geld gut gebrauchen. Es soll für die Ausbildung der ehrenamtlichen Berater beim Kinder- und Jugendtelefon 0800-1110333 eingesetzt werden. Die bundesweite „Nummer gegen Kummer“ gibt es seit 1993. Man kann sie kostenlos vom Festnetz und vom Handy aus anrufen.

„Neumünster ist einer von vier Standorten in Schleswig-Holstein“, sagte Till Pfaff, der Geschäftsführer des Kinderschutzbundes. 30 ehrenamtliche Kräfte besetzen in Neumünster den Notruf, der montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr erreichbar ist. „Zehn von ihnen sind fertig ausgebildet, die anderen sind in der Hospitationsphase“, sagte Paff.

Froh ist der Kinderschutzbund über die Kooperation mit der Elly-Heuss-Knapp-Schule. Angehende Erzieher können dort den Wahlpflichtkurs Telefonberatung wählen. Die Ausbildung findet beim Kinderschutzbund statt. „Die Teilnehmer verpflichten sich, nach der Ausbildung 40 Stunden Beratung zu leisten“, sagte Paff. Etwa 5000 Anrufe pro Jahr gehen allein beim Kinder- und Jugendtelefon in Neumünster ein. „Immer mehr Kinder und Jugendliche rufen uns an, um Hilfe bei Liebeskummer, Streit der Eltern, Mobbing in der Schule und Fragen rund um die Pubertät zu erhalten“, sagte Pfaff.

(sh:z / Holsteinischer Courier vom 04.03.2015 Text: Rolf Ziehm)